Mehr Frauen in die Parlamente fordert die oberfränkische FU.
Frauenunion des Landkreises gut im Bezirksvorstand Oberfranken vertreten!
Die oberfränkische Frauenunion will sich für die Einführung einer Frauenquote bei der Aufstellung von CSU-Kandidatenlisten stark machen. "Männern soll dabei nichts weggenommen werden, wir fordern lediglich Gleichberechtigung ein", sagte die frühere Bayreuther Stadträtin Elisabeth Bauriedel bei der Bezirksdelegiertentagung der CSU-Arbeitsgemeinschaft am Montagabend in Himmelkron.
Ein entsprechender Antrag soll bei der nächsten Landesversammlung der Frauenunion eingebracht werden. Es wäre fatal, wenn dieser Antrag nicht durchginge. "Dann fallen wir um 100 Jahre zurück", sagte Bauriedel unter dem Applaus der meisten Delegierten. Frauen würden trotz ihrer Mühe und ihres Engagements noch immer in den seltensten Fällen entsprechend platziert. Auch oberfrankenweit seien die CSU-Frauen derzeit eher unterrepräsentiert, sagte die Bezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete des Stimmkreises Bayreuth-Kulmbach
Gudrun Brendel-Fischer. Während der Anteil in den Kreistagen bei der zurückliegenden Kommunalwahl geringfügig von 38 auf 41 angestiegen sei, war er in den Stadträten der vier kreisfreien Städte von 16 auf 14 gesunken. Gerade in Bamberg und Bayreuth sei der Frauenanteil wieder zurückgegangen. Die Frauenunion hat im Regierungsbezirk nach den Worten Brendel-Fischers derzeit exakt 3124 Mitglieder, nur marginal weniger als im zurückliegenden Jahr. Sie verwies auf die Neugründung von Ortsverbänden in Presseck (Landkreis Kulmbach) und Speichersdorf (Landkreis Bayreuth). In Mistelbach im Landkreis Bayreuth soll in diesen Tagen ebenfalls ein neuer Ortsverband aus der Taufe gehoben werden.
Inhaltlich stehe in der Arbeit der Frauenunion vor allem das Thema Bildung an erster Stelle. Die Vorsitzende begrüßte dabei die beabsichtigte Einstellung von bayernweit 2700 Lehrern zu Beginn des kommenden Schuljahrs. Gerade was die Zahl ausfallender Schulstunden angeht, erhoffe man sich davon eine deutliche Verringerung. Früchte trage auch der mittlerweile zwei Jahrzehnte andauernde Einsatz um den Ausbau vorschulischer Bildungseinrichtungen. Im ländlichen Raum sei für die Betreuung drei- bis sechsjähriger Kinder mittlerweile sogar vereinzelt schon eine Überversorgung festzustellen, während in den Zentren noch immer ein Mangel herrscht. Als wenig zielführend bezeichnete Brendel-Fischer die derzeitigen Warnstreikaktionen der Gewerkschaft in bayerischen Kindertagesstätten. Allerdings sprach auch sie sich dafür aus, Berufe, wie den einer Erzieherin, stärker zu stützen: "Die Arbeit am Computer dürfe nicht höher eingestuft werden, als die Arbeit am Menschen." Gut aufgestellt ist die CSU der Vorsitzenden zufolge bei der Frauenquote für die Europawahl. Hier bestehe immerhin die realistische Chance, vier Frauen nach Europa zu entsenden.
Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurde die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer mit 64 von 65 möglichen Stimmen erneut für weitere zwei Jahre als Vorsitzende bestätigt. Zu ihren Stellvertretern wurden die Kulmbacher FU-Kreisvorsitzende Christa Müller aus Mainleus, die Forchheimer FU-Kreisvorsitzende Birgit Kaletsch, die Kronacher Kreis- und Gemeinderätin Petra Öhring, sowie die stellvertretende FU-Kreisvorsitzende aus Bayreuth Stefanie Kollmer gewählt.
Verstärkt wird die Präsenz des Landkreises Forchheim durch die stellv. Kreisvorsitzende der Frauen-
Union Birgit Knörlein (vom OV Kirchehrenbach) und durch Antje Müller (OV Pretzfeld-Ebst.) welche
als Beisitzerin ebenfalls dem KV - Forchheim angehört. Beide wurden zu Beisitzerinnen im neu gewählten
Bezirksvorstand gewählt.

Von links:
Stefanie Kollmer, Birgit Kaletsch, Melanie Hummel, Petra Öhring, Gudrun Brendel-Fischer, Monika Jakob und Christa Müller